NEOS Mach´ mit

Es braucht politische Unternehmer, nicht Unterlasser!

  Matthias Strolz  am 22.07.2012

Wir drehen aktuell die ersten Runden, um eine Finanzierung für unsere neue politische Bewegung auf die Beine zu bekommen. Manche halten es für unmöglich; wir halten es für eine große Herausforderung. Zum einen teilen sich die alteingesessenen Parteien circa 300 Millionen pro Jahr – sind Weltmeister in der Versorgung mit öffentlichem Geld. Und sie haben gerade die Eintrittsbarrieren zum politischen Marktplatz noch einmal erhöht, in dem sie sich selbst zusätzliche Millionen zusprachen und neuen Bewegungen weitere Steine in den Weg legen. Zum anderen ist das öffentliche Klima derzeit nicht dazu geeignet, Leute zu motivieren, sich als (finanzielle) Unterstützer für eine politische Bewegung zu deklarieren. Die Politik ist imagemäßig fürchterlich im Eck. Da will sich kaum jemand dazustellen.

Gleichzeitig bin ich zuversichtlich, dass uns eine Finanzierung gelingen wird. Geld ist wichtig, aber – wie so oft im Leben – nicht das Wichtigste. Für uns spricht, dass wir das Richtige tun. Denn der gefühlte Stillstand ist groß und die etablierten Parteien haben zu wenig Gestaltungskraft und Vitalität, um unsere Republik in den nächsten Jahren gut schultern zu können. Sie sind zu sehr mit sich, ihren Skandalen und der Verwaltung ihrer Machtansprüche beschäftigt. Landebahnen für die Zukunft bauen sie keine brauchbaren. Sie sind mit der Gegenwart schon überfordert. Es braucht also frische Kräfte. Es braucht Hebammen für das Neue.

Daher ist die Zeit reif für politische Entrepreneure – solche, die sich in Sachen Politik beherzt aufmachen, um Konkretes zu unternehmen. Wir handeln entlang dem Motto von Mahatma Gandhi: “Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen.” Politisches Entrepreneurship heißt, mit dem Mut und dem Enthusiasmus des Pioniers in den Ring zu steigen und den Wettbewerb um die besseren politischen Lösungen auszurufen. Es geht um die Entschlossenheit und die Fähigkeit, neue Ideen in erfolgreiche Lösungen für die Menschen und unsere Gesellschaft umzusetzen. Dazu braucht es ungestüme Beharrlichkeit, Bereitschaft zum Risiko, Freude am Tun und das Feuer der sachlichen Leidenschaft.

So werden wir Stein um Stein an den Landebahnen der Zukunft bauen. Es braucht politische Unternehmer, nicht Unterlasser. Die Welt zum Positiven verändert haben stets die Neugierigen, die Wagemutigen, die Nicht-Aufgeber. Nicht die Nörgler, Zauderer, Zyniker oder Ignoranten – sondern jene, die wissen und erleben wollten, wie es anders gehen kann. Politik kann auch anders sein als wir sie derzeit erleben! Davon sind wir überzeugt.